In einem TV-Beitrag des WDR mit dem Titel „Wasserstaubsauger – effektive Reinigung oder kostspieliger Hype?" vom 26. März 2025 wurde der Hyla-Wasserstaubsauger vorgestellt und mit anderen Geräten verglichen. Wir haben uns den Beitrag genauer angesehen und analysieren die Testmethode kritisch. Denn ein fairer Vergleich sollte unterschiedliche Funktionen und Einsatzzwecke berücksichtigen.
Der größte Kritikpunkt: der hohe Preis
Der wiederkehrende Kritikpunkt im Beitrag betrifft den hohen Anschaffungspreis von über 2.000 Euro. Dieses Bedenken ist nachvollziehbar. Als Alternative mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis bietet sich aus unserer Sicht der Vivenso-Wasserstaubsauger an – mehr dazu in der Vivenso Erfahrung.
Problematische Testmethode zur Saugleistung
Die Saugleistung wurde im Beitrag wie folgt geprüft:
- Teststaub auf einen Teppich streuen
- den Staubsauger mehrfach darüberfahren
- anschließend den Filterbeutel wiegen
Das Problem: Der Hyla nutzt keinen herkömmlichen Staubbeutel. Für den Test wurde der Schlauch aufgeschnitten und ein zusätzlicher Kasten mit Filterbeutel zwischengeschaltet. Das verändert den Luftfluss grundlegend und verfälscht die Messbedingungen erheblich.
Feuchte und unangenehm riechende Beutel
Im Beitrag wurde hinterfragt, warum Filter überhaupt feucht werden sollten. Hier ist ein wichtiger Punkt zu bedenken: Organische Partikel wie Krümel oder Insektenreste führen in herkömmlichen Beuteln zu Feuchtigkeit und Zersetzung – und damit zu Geruchsproblemen. Genau dieses Problem entfällt bei der Wasserfiltration.
Filterwirkung und fehlende Messdaten
Der Beitrag dokumentiert nicht ausreichend, wie die ausströmende Luft und die darin enthaltenen Partikel gemessen wurden. Wünschenswert wären detaillierte Informationen zur Partikelabgabe gewesen, etwa Daten zu Aerosolen und mögliche Schimmeltests. Ohne diese Angaben bleibt die Aussagekraft begrenzt.
Vorführung mit Filtertüchern
Ein weiterer Kritikpunkt: Im Test kamen echte Filterbeutel statt Demonstrationstüchern zum Einsatz. Der Sinn solcher Vorführungen liegt darin, das Zusetzen von Filtermaterial sichtbar zu machen – ein zentrales Problem konventioneller Staubsauger. Es geht dabei nicht um die Behauptung, der Hyla nehme keinen Schmutz auf.
Unvollständiger Vergleich: Äpfel und Birnen
Der Hyla wurde mit einem günstigen Beutelsauger verglichen, ohne dessen deutlich eingeschränktere Funktionalität herauszustellen:
- Einfacher Beutelsauger: kann ausschließlich saugen
- Wasserstaubsauger wie Hyla oder Vivenso: bieten mehrere Funktionen, darunter:
- Feuchtigkeitsaufnahme ohne Zusätze
- Nasssauger-Funktion mit Sprühextraktion
- gleichzeitiges Saugen und Wischen
- Elektrobürste für die Tiefenreinigung
Diese Unterschiede wurden im Beitrag kaum berücksichtigt. So entsteht der Eindruck, der Hyla sei lediglich überteuert – ohne erkennbaren Mehrwert.
Fazit
Ein fairer Vergleich sollte die unterschiedlichen Funktionen und Vorteile berücksichtigen, um zu zeigen, dass ein Wasserstaubsauger in einer anderen Geräteklasse spielt als ein einfacher Beutelsauger. Wer die Geräte und ihre Technik gegenüberstellen möchte, findet im Wasserstaubsauger-Vergleich eine ausführliche Übersicht.

