Mehrschichtverbundrohr (MLCP, z. B. Alu-PEX)
| Bezeichnung (OD×s) | Außendurchmesser mm | Wandstärke mm | Innendurchmesser mm | Querschnitt mm² | Q bei 1 m/s (L/s) | Q bei 1 m/s (m³/h) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 16×2,0 | 16,0 | 2,0 | 12,0 | 113,1 | 0,113 | 0,407 |
| 20×2,0 | 20,0 | 2,0 | 16,0 | 201,1 | 0,201 | 0,724 |
| 26×3,0 | 26,0 | 3,0 | 20,0 | 314,2 | 0,314 | 1,131 |
| 32×3,0 | 32,0 | 3,0 | 26,0 | 530,9 | 0,531 | 1,911 |
| 40×3,5 | 40,0 | 3,5 | 33,0 | 855,3 | 0,855 | 3,079 |
| 50×4,0 | 50,0 | 4,0 | 42,0 | 1385,4 | 1,385 | 4,988 |
| 63×4,5 | 63,0 | 4,5 | 54,0 | 2290,2 | 2,290 | 8,245 |
Kupferrohr (EN 1057, Sanitär)
| Bezeichnung (OD×s) | Außendurchmesser mm | Wandstärke mm | Innendurchmesser mm | Querschnitt mm² | Q bei 1 m/s (L/s) | Q bei 1 m/s (m³/h) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 12×1,0 | 12,0 | 1,0 | 10,0 | 78,5 | 0,079 | 0,283 |
| 15×1,0 | 15,0 | 1,0 | 13,0 | 132,7 | 0,133 | 0,478 |
| 18×1,0 | 18,0 | 1,0 | 16,0 | 201,1 | 0,201 | 0,724 |
| 22×1,0 | 22,0 | 1,0 | 20,0 | 314,2 | 0,314 | 1,131 |
| 28×1,5 | 28,0 | 1,5 | 25,0 | 490,9 | 0,491 | 1,768 |
| 35×1,5 | 35,0 | 1,5 | 32,0 | 804,2 | 0,804 | 2,895 |
| 42×1,5 | 42,0 | 1,5 | 39,0 | 1195,0 | 1,195 | 4,302 |
| 54×2,0 | 54,0 | 2,0 | 50,0 | 1963,5 | 1,964 | 7,069 |
Stahl (verzinkt), Gewinderohre (EN 10255 „mittelschwer“)
| DN | Zoll | Außendurchmesser mm | Wandstärke mm | Innendurchmesser mm | Querschnitt mm² | Q bei 1 m/s (L/s) | Q bei 1 m/s (m³/h) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 15 | 1/2″ | 21,3 | 2,65 | 16,0 | 201,1 | 0,366 | 1,319 |
| 20 | 3/4″ | 26,9 | 2,65 | 21,6 | 366,4 | 0,366 | 1,319 |
| 25 | 1″ | 33,7 | 3,25 | 27,2 | 581,1 | 0,581 | 2,092 |
| 32 | 1 1/4″ | 42,4 | 3,25 | 35,9 | 1012,2 | 1,012 | 3,644 |
| 40 | 1 1/2″ | 48,3 | 3,25 | 41,8 | 1372,3 | 1,372 | 4,940 |
| 50 | 2″ | 60,3 | 3,65 | 53,0 | 2206,2 | 2,206 | 7,942 |
So liest du die Tabelle
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OD×s: Außendurchmesser × Wandstärke. ID = OD − 2·s.
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Querschnitt: A=π⋅(ID/2)2A = \pi \cdot (ID/2)^2.
-
Durchfluss-Leitwert: bei v=1 m/sv = 1\,\text{m/s} gilt Q=A⋅vQ = A \cdot v. Für andere Geschwindigkeiten skaliert QQ proportional (z. B. bei 0,7 m/s ≈ 70 % der Werte).
Schnelle Praxis-Hinweise (grob)
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Einzelzapfstellen / Wohnungen: MLCP 16×2 bzw. Cu 15×1 sind sehr verbreitet.
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Steigleitungen (EFH/MFH klein): MLCP 20×2 bis 26×3 bzw. Cu 22×1/28×1,5.
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Hausanschluss / Hauptleitung: je nach Länge/Last häufig 32–63 mm (MLCP/PE) oder DN 32–50 (Stahl).
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Geräusch & Druckverlust: Lieber etwas größer dimensionieren, um Strömungsgeschwindigkeiten < 2 m/s zu halten.
Für Stockwerks- oder Einzelzuleitungen gilt die 3‑Liter‑Regel der Trinkwasserverordnung. Warmwasser soll innerhalb von 30 Sekunden mindestens 55 °C erreichen. Kaltwasser darf nach 30 Sekunden höchstens 25 °C haben.
DIN EN 806‑3 vereinfacht die Berechnung für Wohngebäude bis sechs Einheiten. Für andere Leitungen ist DIN 1988‑300 relevant. Praxisgrößen sind etwa 16×2 mm, 20×2 mm und 26×3 mm. TH‑Pressfittings sind bei Aluverbundsystemen üblich und haben strömungsgünstige Zeta‑Werte.
Was du hier bekommst: eine kompakte tabelle zur schnellen Zuordnung, klare Begriffserklärungen (DN, Zoll, Innen-/Außendurchmesser) und Hinweise, wann eine detaillierte Auslegung nötig ist.
Grundlagen zu Rohrdurchmessern: DN, Zoll, Innen- und Außendurchmesser verständlich erklärt
DN und Zoll sind Bezugsgrößen, die Planern und Installateuren helfen, Bauteile zu wählen. DN (Diamètre Nominal) ist eine genormte Nennweite. Sie entspricht nicht immer dem realen innendurchmesser, weil Material und Druckstufe die wandstärke verändern.
Historisch bezog sich das Zollmaß oft auf den Innenquerschnitt alter Stahlrohre. Der außendurchmesser blieb jedoch für Gewinde und Werkzeuge konstant. Deshalb bedeutet 1″ heute nicht automatisch 25,4 mm Außendurchmesser.
Normen und Kürzel
DIN ISO 228‑1 (zylindrische Gewinde) und EN 10226‑1 (konische/gewindetechnische Anforderungen) regeln die Maße. Kürzel wie G1, R1 oder RP1 nennen die Gewindeform und helfen bei der Auswahl von fittings.
Was Innen‑, Außen‑ und Wandstärke bewirken
Außendurchmesser, innendurchmesser und wandstärke bilden den nutzbaren Querschnitt. Dieser bestimmt Strömung, Druckverlust und Geräusch. Bei gleicher DN können verschiedene rohren daher unterschiedliche hydraulische Werte liefern.
- Praxis-Beispiele: 26×3 mm ≈ DN 25 / 1″.
- Fittings folgen Normangaben, damit Press- und Schraubverbindungen passen.
„Die Nennweite gibt Orientierung; für exakte Berechnungen sind die realen Maße entscheidend.“
Dimensionierung nach Norm: Richtlinien, Werte und vereinfachte Berechnung für Wohngebäude
Eine korrekte Bemessung nach Normen verhindert Druckverluste und zu lange Aufheizzeiten. Kurz und praxisnah erklärt sie, welche Werte zu erfassen sind und wie du in wenigen Schritten zur passenden Größe kommst.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Trinkwasserverordnung begrenzt das Volumen in Stockwerks- und Einzelzuleitungen auf maximal 3 Liter.
Temperaturvorgaben: Warmwasser muss innerhalb von 30 Sekunden ≥ 55 °C erreichen. Kaltwasser darf nach 30 Sekunden ≤ 25 °C betragen.
DIN EN 806‑3 in der Praxis
Für Wohngebäude bis 6 Einheiten gilt das vereinfachte Verfahren nach DIN EN 806‑3. Es nutzt Belastungswerte (LU), die Entnahmepotenzial und Nutzungsdauer abbilden.
1 LU entspricht Qa = 0,1 l/s. Typische LU: Waschtisch 1, Dusche 2, Spülkasten 1, Badewanne 4, Gartenarmatur 5.
| LU | gängige Zuordnung | innendurchmesser (di) |
|---|---|---|
| 3 (max) | 16×2 mm | 12 mm |
| 4 | 20×2 mm | 16 mm |
| 5 | 26×3 mm | 20 mm |
| 10 | 32×3 mm | 26 mm |
- So vorgehen: Rechtsrahmen prüfen, Nutzung erfassen, LU addieren und aus der tabelle den passenden durchmesser ableiten.
- Als beispiel: Küche (2 LU) + Waschtisch (1 LU) + WC (1 LU) = 4 LU → 20×2 mm.
- Beachte maximale Längen (z. B. ca. 9 m bei kleinsten Größen). Für komplexe Verteilungen DIN 1988‑300 oder Fachbetrieb beauftragen.
„Die vereinfachte Methode schafft schnelle Planungssicherheit für kleine Wohngebäude.“
Wasserleitung Durchmesser Tabelle: Maße, Beispiele und passende Einsätze
Eine kompakte Übersicht hilft bei der schnellen Wahl der passenden Rohrgröße für den Einsatz.
DN‑Zoll‑mm im Überblick
Wichtig: Nennweite, außendurchmesser, innendurchmesser und wandstärke bestimmen den nutzbaren Querschnitt.
| Norm | Typ | di ≈ (mm) |
|---|---|---|
| 16×2 | ½“ ≈ DN15 | ~12 |
| 20×2 | ¾“ ≈ DN20 | ~16 |
| 26×3 | 1″ ≈ DN25 | ~20 |
| 32×3 | 1¼“ ≈ DN32 | ~26 |
| 40×3,5 | 1½“ ≈ DN40 | ~33 |
Praxisbeispiele und Einsätze
16×2 eignet sich für Waschtisch, WC oder Geschirrspüler (Einsatz: Entnahmestelle). 20×2 passt für Schwallduschen oder Außenzapfstellen.
26×3 wird oft als Steig- oder Verteilerleitung eingesetzt. Größere Größen bis 50×4,5 dienen Hauptverteilungen bei hohem Volumen.
Material und Fittings
Aluverbundrohre sind flexibel und oft vorisoliert. TH‑Pressfittings im multipipe‑System reduzieren Verluste durch günstige Zeta‑werte.
Edelstahl ist langlebig, aber teurer; achte bei jedem Einsatz auf System‑Kompatibilität (DN/Dimension und Gewindenorm G/R/RP).
„Für sichere Planung: Größe, Material und passende fittings immer als System betrachten.“
Fazit
Für eine sichere Versorgung entscheidet die passende Leitungsdimension über Funktion und Komfort.
Rechtliche Vorgaben wie die 3‑Liter‑Regel und die 30‑Sekunden‑Temperaturziele sowie die vereinfachte Bemessung nach DIN EN 806‑3 sind Planungsgrundlagen. LU‑Summen helfen bei der schnellen Zuordnung (z. B. 3 LU → 16×2 mm, 4 LU → 20×2 mm, 5 LU → 26×3 mm).
Beachte bei der Auswahl immer den realen innendurchmesser, die wandstärke und den passenden rohrdurchmesser im System. Material, Fittings und Gewindenormen beeinflussen Strömung und Lebensdauer.
Bei langen Leitungen, hohen Verbräuchen oder komplexen Verteilungen lohnt sich die Abstimmung mit einer Fachfirma, die die hydraulische Auslegung prüft und optimiert.


